Wann kann mein Kind durchschlafen?

Das Baby schreit, weint und möchte gestillt werden. Jede Nacht. In diesem Beitrag erfährst du wann es mit Durchschlafen wieder klappt.

Schlaf ist gerade für Eltern ein großes Thema. Dabei ist nicht nur der eigene Schlaf wichtig. Denn gerade wenn es sich um den Schlaf der Kinder handelt gibt es viele Meinungen.

Während manche Kinder schon im Babyalter durchschlafen, haben andere noch bis ins Grundschulalter Schwierigkeiten durchzuschlafen. Deswegen ist es wichtig, sich schon früh mit diesem Thema zu beschäftigen. Denn neben der Nutzung einer Einschlafhilfe ist auch ein guter Tagesablauf wichtig für dafür, dass dein Kind durchschlafen kann. Dies kann nämlich genau wie fast alles im Leben gelernt werden.

Aus diesem Grund lohnt es sich gezielt auf das Durchschlafen des Kindes hinzuarbeiten. Denn nur dann hast auch du wieder einen erholsamen Schlaf.

Die Phasen des Schlafs

Babys schlafen genau wie Erwachsene auch in verschiedenen Phasen. Diese Schlafphasen haben unterschiedliche Bezeichnungen. Direkt nach dem Einschlafen beginnt die REM-Schlafphase. Diese zeichnet sich durch viele Bewegungen und der Augen ab. Deswegen steht REM auch für Rapid Eye Movement.

Die REM-Phase kann auch als leichter Schlaf verstanden werden. Danach folgt eine Übergangsphase, welche letztlich im Non-REM Schlaf oder auch Tiefschlaf endet.

Gerade nachts sollte man den Schlaf nicht unterbrechen

In der Übergangsphase zwischen REM und Non-REM Schlaf wachen Babys besonders leicht auf. Deswegen ist es immer wichtig, dass der Schlafplatz des Babys ruhig ist. Ansonsten kann sich das Durchschlafen für ein Baby deutlich schwieriger als für Erwachsene gestalten.

Willst du also, dass dein Baby durchschläft, verlasse dich besser auf das Babyphone. Denn wenn du immer wieder ins Zimmer gehst wo dein Baby schläft, weckst du es möglicherweise auf und unterbrichst seine Schlafphase. Dadurch wird der Schlaf deines Baby gestört. Zudem schläft es vielleicht nur schwer wieder ein.

Wie lange schlafen Babys und Kleinkinder in welchem Alter?

  • Nach der Geburt:

    Direkt nach der Geburt schlafen Babys meist sehr viel. Bis zu 20 Stunden pro Tag ist da nicht ungewöhnlich. Der Schlaf veteilt sich dabei natürlich auf die Nachtruhe. Sowie 4 oder 5 Nickerchen.
  • Nach 1 Monat:

    Auch nach dem ersten Monat sollten Babys noch 16 bis 20 Stunden schlafen. Da dies nicht am Stück geschieht, sind bis zu 5 Nickerchen kein Problem.
  • Nach 2 Monaten:

    Nach dem 2. Lebensmonat senkt sich die Zeit an Schlaf, die benötigt wird ein bisschen. Dann werden etwa 16 bis 18 Stunden pro Tag benötigt. Neben der Nachtruhe sollten weiterhin ungefähr 4 Nickerchen gemacht werden.
  • Nach 3 Monaten:

    Mit mehr als drei Monaten braucht dein Baby etwa 15 bis 16 Stunden Schlaf. Dazu gehören auch 3 Nickerchen.
  • Nach 6 Monaten:

    Nach 6 Monaten werden etwa 14 bis 15 Stunden Schlaf benötigt. Dein Baby sollte dabei tagsüber 2 oder 3 Nickerchen machen.
  • Nach 9 Monaten:

    In diesem Alter musst du damit rechnen, dass dein Baby etwa 14 Stunden Schlaf benötigt. 2 Nickerchen sollten in diesem Alter noch gemacht werden.
  • Nach 12 Monaten:

    In dieser Alter sollte dein Baby etwa 13 Stunden pro Tag schlafen. 1 oder auch 2 Nickerchen über den Tag verteilt, sind völlig ok.
  • 1-3 Jahre:

    In diesem Alter werden täglich etwa 12 bis 13 Stunden Schlaf benötigt. Etwa 10 Stunden davon sollten Nachts stattfinden. Zusätzlich sollten tagsüber 1 bis 2 Nickerchen gehalten werden.
  • 4-6 Jahre:

    Kinder im Kindergarten und Grundschulalter sollten nachts 8 bis 10 Stunden schlafen. Zusätzlich brauchen viele Kinder in diesem Alter noch ein Nickerchen am Nachmittag. Diese sollte ein bis zwei Stunden dauern.

In welchem Alter kann mein Baby nachts durchschlafen?

Grundsätzlich können auch schon Neugeborene mit nur wenigen Wochen schon die ganze Nacht durchschlafen. Da viele Experten jedoch dazu raten alle 4 Stunden zu füttern, wird der Schlaf des Kindes bewusst unterbrochen.

Wenn dein Kind über den Tag verteilt gut isst und nach Absprache mit dem Kinderarzt oder der Hebamme nichts dagegen spricht, versuch es einfach mal. Hat dein Kind in der Nacht Hunger oder eine volle Windel, wird es sich melden.

Vielleicht überrascht dich dein Baby aber auch. Und du wirst mit einer Nacht belohnt in der du 7 oder vielleicht 8 Stunden durchschlafen kannst.

Wo soll mein Baby schlafen?

Elternzimmer oder Eigenes Zimmer? Elternbett oder eigenes Bett? Gerade bei Neugeborenen ist es oft am praktischten wenn das Baby im Elternschlafzimmer ist. Denn so hörst du dein Kind gleich wenn es dich braucht. Zudem kann das nächtliche Stillen im Bett erfolgen. In einem Beistellbett schläft den Baby dabei direkt neben deinem eigenen Bett.

Wenn das Baby nicht mehr gestillt wird, kann hingegen der Umzug ins eigene Zimmer erfolgen. Dies sollte keine allzu grosse Umstellung sein. Denn Babys gewöhnen sich meist schnell ans Schlafen im eigenen Zimmer. Und zudem haben so natürlich auch die Eltern wieder Zeit für sich.

Es gibt aber auch noch andere Konzepte. Zum Beispiel ein Familienbett, in dem dann Eltern und Kinder gemeinsam schlafen. Dies ist allerdings nur dann praktisch, wenn die gesamte Familie den gleichen Schlafrhytmus hat. Ist dies nicht der Fall, könnten die Nächte unruhig werden, wenn immer wieder jemand in den Raum kommt, um ins Bett zu gehen.

Schlafhilfen für dein Baby

Damit dein Baby gut schlafen kann ist es wichtig, Rituale zu schaffen. Manchmal bringt selbst das beste Ritual aber nicht den gewünschten Erfolg. Oder du hast schlicht die Zeit und Geduld nicht, dein Baby stundenlang in den Schlaf zu wiegen. Dann sind vielleicht Einschlafhilfen die Lösung. Diese wirken beruhigend auf dein Baby und helfen deinem Baby ein- und durch zu schlafen.

Es gibt viele verschiedene Varianten von Einschlafenhilfen. Allerdings muss nicht zwingend jede bei deinem Baby funktionieren. Die eine Einschalfhilfe nützt beim einen Baby, die andere beim anderen Baby. Deshalb musst du wohl etwas testen, bis du die Nützlichste für dich entdeckst. Wir haben hier einige Einschlafhilfen getestet.

Einschlafhilfen gibts in ganz unterschiedlichen Formen und Designs. Vom Teddybär bis hin zum Nachtlicht für die Steckdose ist alles zu finden. Deswegen lohnt es sich immer zu stöbern. Damit findest du die beste Einschlafhilfe für dein Baby zu finden.

Die besten Tipps zum Ein- und Durchschlafen

  1. Schaffe Rituale. Denn wenn es immer einen gleichen Ablauf gibt, gewöhnt sich dein Baby schnell an die Schlafzeiten und kann besser einschlafen.
  2. Lass dein Kind etwa eine halbe Stunde vor dem Einschlafen zur Ruhe kommen. Hier könnt ihr noch ein bisschen Kuscheln, eine Geschichte lesen oder ein Hörbuch anmachen.
  3. Lass dich von Tränen nicht aus der Ruhe bringen. Oft ist man geneigt nachzugeben und das Kind noch wachzulassen. Dies kann aber schnell ausarten. Deswegen ist es wichtig die Bettzeiten einzuhalten. Denn übermüdete Babys schlafen oft noch schlechter ein.
  4. Ein Tee vor dem Schlafen kann wunder bewirken. Für Kleinkinder gibt es spezielle Gute-Nacht Tees. Solche haben Kräutermischungen, die beruhigend wirken. Dies kann dabei helfen, dass dein Baby besser einschläft und die Schlafenszeit so deutlich gemütlicher gestalten.
  5. Nimm dich auf während du eine Geschichte liest oder für dein Baby singst. Die Aufzeichnung kannst du dann laufen lassen, wenn du das Zimmer verlässt. Die Stimme von Mama oder Papa hilft dem Baby dabei ruhiger zu schlafen.
  6. Wenn nichts hilft nutze was bisher geklappt hat. Einige Babys haben große Schwierigkeiten einzuschlafen. Du kannst dabei zu Tricks greifen wie einem abendlichen Spaziergang oder einer Spazierfahrt im Auto. Viele Babys schlafen bei bestimmten Aktivitäten ein. Ist dies bei deinem Baby der Fall nutze es, bis sich ein normaler Schlafrhythmus eingependelt hat.

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